Abschnitt III Im Lichte einer primären Grundes wird gezeigt, das die Handlung mit bestimmten lang-…

Abschnitt III Im Lichte einer primären Grundes wird gezeigt, das die Handlung mit bestimmten lang- oder kurzfristigen, charakteristischen oder uncharakteristischen Eigenschaften des Handelnden in Einklang steht, und der Handelnde wird dadurch in seiner Rolle als Vernunftwesen dargestellt. In Entsprechung zur Überzeugung und zur Einstellung des Primärgrundes können wir (unter Aufbringung von etwas Scharfsinn) stets die Prämisse eines Syllogismus konstruieren, aus dem folgt, dass die Handlung (um mit Anscombe zu reden) ein „Erwünschtheitsmerkmal“ hat. Demnach gibt es einen gewissen, nicht weite zurückführbaren – wenngleich nicht sonderlich ausgeprägten – Sinn, in dem jede Rationalisierung rechtfertigt: vom Standpunkt des handelnden gab es, als er handelte, etwas, was für die Handlung sprach. [Ja richtig… Für die Handlung sprach ein Mangel, oder genauer der Wunsch, einem subjektive als Mangel empfundenen Zustand abzuhelfen, bei sich oder bei anderen. Ganz einfache Kiste, die hier aber weiter nichts ins Gewicht fällt… Sie zeigt nur, dass Davidson nicht bis zum Kern des ganzen Problems durchdringt…] Manche Philosophen sind, nachdem sie gemerkt haben, dass nichtteleologische Kausalerklärungen das von den Gründen gelieferte Rechtfertigungselement nicht zum Vorschein kommen lassen, zu dem Schluss gelangt, dass der anderswo gültige Begriff der Ursache auf die Beziehung zwischen Gründen und Handlungen nicht zutreffen kann [was er auch nicht tut!!!], und dass es im Falle der Gründe das Rechtfertigungsmuster ist, das für die erforderliche Erklärung sorgt. [Ganz richtig..] Aber angenommen, wir räumen ein, dass Handlungen, wenn man sie erklärt, durch Gründe allein gerechtfertigt werden, dann folgt daraus nicht, dass die Erklärung nicht auch – und notwendig – kausal ist. [Das lässt sich aber auf anderem Wege beweisen, was ich ja getan habe…] In der ‚Tat ist unsere erste Bedingung für primäre Gründe (C1) dazu bestimmt, Rationalisierungen und sonstige Erklärungen auseinanderzuhalten helfen. Sofern die Rationalisierung, wie ich geltend machen möchte, eine Spielart der kausalen Erklärung darstellt, ist der Rechtfertigung in dem von C1 angegebene Sinn wenigstens eine unterscheidende Eigenschaft. [Im weitern Verlauf argumentiert Davidson für seine These, Gründe seien eine Spielart der Kausalität. Ich hatte dies aber rein logisch sauber widerlegt… Daher bleibt hier an dieser Stelle für mich nichts mehr zu diskutieren…] Hier der 1. Beweis: Davidson ist nicht in der Lage, zu „beweisen“ dass rationale Handlungserklärungen eine Spielart der Kausalität sind. Sei sind es nämlich nicht nur nicht, sie sind sogar das genaue logische Gegenteil von Kausalverhältnissen… Beweis: (i) Bei einem Kausalverhältnis handelt es sich formallogisch immer um eine Implikation: „(Immer) wenn p, dann q“. (ii) Bei rationalen Handlungserklärungen handelt es sich aber immer um eine Replikation: „Nur wenn p, dann q“. (iii) Die Replikation ist aber das genaue logisch Gegenteil der Implikation. (iv) Ergo ist die rationale Handlungserklärung das genaue logische Gegenteil eines Kausalverhältnisses, aber bestimmt keine Spielart derselben. q.e.d Dem ist meines Erachtens nichts mehr hinzuzufügen… Davidsons Handlungstheorie ist widerlegt… Gruß Joachim Stiller Münster

Allgemein