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Muss Bildung schon im Kindergarten anfangen

…oder sollten Kinder so lange wie möglich Kind sein und spielend Erfahrungen sammeln

Muss Bildung schon im Kindergarten anfangen oder sollten Kinder so lange wie möglich Kind sein und spielend Erfahrungen sammeln? Diese Frage beschäftigt viele junge Eltern nicht nur dann, wenn es um die Auswahl eines Kindergartens geht. Auch in der täglichen Erziehung bereitet dieses Thema oft Sorgen. Eltern wollen ihr Kind so gut wie möglich auf das Leben vorbereiten, es aber auch nicht überfordern und ihm mit einer Unmenge an Lernstoff die Unbefangenheit der Kindheit nehmen.

Unter Kinderpsychologen herrscht weitgehend Einigkeit darüber, dass die beiden Extreme – also eine übertriebene, reine Konzentration auf die Vermittlung von Lerninhalten schon in frühesten Kindesjahren als auch ein komplettes Laisser-faire – falsche Ansatzpunkte sind. Das Dogma von der antiautoritären Erziehung war in den 1960er und 1970er Jahren weit verbreitet, wird aber inzwischen zumindest in der extremen dogmatischen Form nicht mehr ernsthaft vertreten. Auch die strengen Erziehungsmethoden des 19. Jahrhunderts – Stichwort Drill von Kindheit an – sind heutzutage weitgehend geächtet.

Die Lösung dieser heiklen Frage liegt in der Mitte: Kinder sollten sowohl lernen als auch ihre Kindheit spielend genießen können – das sind keine Gegensätze. Im Gegenteil: Die besten Lernerfolge werden dann erzielt, wenn die Lerninhalte mit möglichst vielen Sinnesleistungen verknüpft sind – Hören, Lesen, Sehen, ja Schmecken und Riechen gehören ebenfalls dazu. Denn in welcher Situation lernt ein Kind zum Beispiel die Zahlen besser und einprägsamer als beim gemeinsamen Spielen, dem Abzählen beim Verstecken, dem Würfeln beim Mensch-ärgere-dich-nicht?

Ein anderer wichtiger Aspekt des kindlichen Lernens ist, dass die individuellen Neigungen des Kindes möglichst schnell erkannt werden sollten. Zeichnet sich eine eher musische oder eine praktische Präferenz ab? Beim frühen Erkennen solcher Vorlieben können Begabungen frühzeitig gefördert werden. Aber auch dann bleibt es wichtig, die Förderung des Kindes auf diesem Gebiet durch eine Einheit von Spielen und Lernen zu verwirklichen. Ein Lernen, das keinen Spaß macht, stößt beim Kind – wie übrigens auch beim Erwachsenen – auf einen inneren Widerstand. Das Hirn wird dadurch in seiner Kombinations- und Merkleistung deutlich behindert.

Deshalb kann die Frage, ob Bildung schon im Kindergarten anfangen muss, guten Gewissens mit Ja beantwortet werden. Denn kein guter Kindergarten sorgt nicht durch eine gute Ausstattung und bestens ausgebildete Kindergärtnerinnen für ein Klima, in dem sich Kinder wohlfühlen und spielend lernen können. Das Erkennen der Begabungen ist aber auch eine Aufgabe der Eltern. Diese zu fördern ist der Schlüssel für die Entwicklung eines glücklichen und intelligenten Kindes.

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interessante Blogs:

http://www.macht-bildung.de/p=1304.html

http://www.ssoar.info/ssoar/View/resid=26951&lang=de.html

 

Die Macht der Ratingagenturen

Zwischen den Republikanern und den Demokraten gibt es im US-Schuldenstreit den ersten Kompromiss. Dank der 269 Abgeordneten, die für den Plan von Obama abgestimmt haben, könnte Barack Obama jetzt kurz vor der Frist das Schuldenlimit anheben. Im Kompromiss einigte man sich, die Schuldenobergrenze auf 16,3 Billionen Dollar anzuheben und die Ausgaben vom Staat zu kürzen. Jetzt wird es noch eine entscheidene Abstimmung im Senat geben. Wird dort gegen den Kompromiss von den Republikanern und den Demokraten abgestimmt, wird die USA höchstwahrscheinlich zahlungsunfähig sein. Doch selbst wenn es zu einer Zustimmung im Senat kommt, muss noch über eine mögliche Herabstufung der Kreditwürdigkeit entschieden werden. Aus diesem Grund warten wir spannend auf die Reaktion der Ratingagenturen, die wegen der sehr hohen Schulden den Vereinigten Staaten gedroht haben, ihnen die AAA-Einstufung zu entziehen. Asien und Europa sehen diesen Kompromiss sehr spektisch an. Sie denken, dass die USA nur vorerst vor der Zahlungsunfähigkeit entkommen wird und dann weiterhin neue Schulden machen muss. Laut ihnen ist dieser Kompromiss keine Lösung für die Schuldenprobleme der USA. Die Vereinigten Staaten schulden China so viel Geld wie keinem anderem Land. Wir müssen damit rechnen, dass die Schulden der USA weiterhin steigen werden. Dies erhöht die Gefahr einer Weltwirschaftskrise. Trotzdem soll der Dollar überall auf der Welt eine starke Währung bleiben.