Der Boxermotor eine echte Innovation

Der Boxermotor wurde von Carl Benz in den 1890er Jahren erfunden. Am meisten verbaut wurde er in den seit den 1930ern als luftgekühlter Vierzylinder im VW-Käfer, außerdem ist er in den älteren Porsche 911-Modellen zu finden.

Der Boxermotor ist ein Verbrennungsmotor mit stets gerader Zylinderzahl, die sich im 180° Winkel leicht versetzt zu beiden Seiten der Kurbelwelle gegenüberstehen. An einen “Boxer” erinnert dabei nur, dass sich die gegenüberliegenden Kolben immer entgegengesetzt, also voneinander weg (nach außen) oder aufeinander zu (nach innen) bewegen.
Aufgrund dieser Gegenläufigkeit ist er weitaus geräuschärmer als andere Motoren, da die Vibration durch das Aufheben der wechselseitig wirkenden Kräfte verringert wird. Außerdem kann er durch die horizontale Anordnung der Ein- und Auslasskanäle sehr viel flacher gebaut werden und somit ist er recht platzsparend im Motorraum und verleiht dem Auto einen tiefen Schwerpunkt, was gerade für Motorräder eine unvergleichlich gute Stabilität und Straßenlage verspricht.

Der Boxermotor hat einen geringen Verschleiß und ist somit recht langlebig, was die Mehrkosten ausgleicht, die durch die Produktion entstehen. Schließlich werden Boxermotoren nicht wie Reihenmotoren in Serie gefertigt und haben daher einen höheren Zeitaufwand bei der Fertigung.

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