E-Bikes stark im Kommen

E-Bikes oder auch Pedelecs (Pedal Electric Cycle) sind Fahrräder, die mit einem Elektromotor den Fahrradfahrer unterstützen. Die Erfindung ist nicht ganz neu, denn schon 1994 brachte das Unternehmen Yamaha die ersten elektrisch betriebenen Fahrräder auf den Markt. Zum Boom wurden die, früher von sportlichen Fahrern müde belächelten, Pedelecs erst ab dem Jahr 2007.

Seitdem schnellen die Verkaufszahlen in ungeahnte Höhen. Allein im letzten Jahr wurden in Deutschland etwa 200.000 Stück verkauft und der Trend hält weiterhin an. Überall in Deutschland, besonders an touristisch attraktiven Standorten, gibt es mittlerweile auch E-Bikes für Fahrradtouren zum Ausleihen. So können zum Beispiel in der Lüneburger Heide, in Bad Wildbad (Nordschwarzwald)direkt am Sommerberg und an zahlreichen Bahnhöfen E-Bikes ausgeliehen werden.

Viele Fahrradfahrer haben inzwischen den Vorteil eines Pedelecs erkannt, denn mit Leichtigkeit können Strecken von 50 Km und mehr geschafft werden. Kaum anstrengend werden Bergfahrten gemeistert und auch Wind von vorne lässt den Fahrradfahrer nicht ermüden und lässt ihn flott an sein Ziel kommen.

Wie ist das möglich?

Ein E-Bike oder Pedelec sieht aus wie ein ganz normales Fahrrad, nur im Rahmen oder auf dem Gepäckträger liegt ein etwa drei Kilo schwerer Akku, der den Strom für den am Vorderrad befindlichen Nabenmotor liefert.
Erst wenn der Radler in die Pedale tritt schaltet dieser sich ein und gibt dem Fahrradfahrer ein Gefühl, wie eine unsichtbare Hand, die ihn schiebt. Die Reichweite des Akkus ist abhängig vom Gewicht des Fahrers, der zu fahrenden Strecke (Berge) und des Wetters. Bei optimalen Bedingungen kann die Reichweite, je nach Hersteller, bis zu 100 Km betragen.

Ein E-Bike unterliegt weder der Führerschein- noch der Helmpflicht, da sich der Motor ab einer Geschwindigkeit von 25 km/h automatisch ausstellt. Dies ist die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit für die rechtliche Einordnung als Fahrrad. Damit ist auch kein Versicherungskennzeichen nötig.
Das E-Bike schaltet den Elektromotor auch nur zu, wenn gleichzeitig in die Pedale getreten wird. Über einen Drehzahlsensor, der für E-Bikes gesetzlich vorgeschrieben ist, wird gemessen, ob getreten wird. Dieser Sensor sorgt dafür, dass der Motor tatsächlich nur dann unterstützt, wenn der Fahrer in die Pedale tritt.
Der Akku kann bei den meisten Pedelecs zum Aufladen entnommen werden. Mit dem dazugehörigen Ladegerät kann an jeder normalen Steckdose aufgeladen werden. Bei völlig entladenem Akku beträgt die Ladezeit etwa sechs bis acht Stunden. Daher empfiehlt es sich, bei längeren Touren einen zweiten Akku als Reserve dabei zu haben. In einigen Gebieten, wie im Schwarzwald, gibt es mittlerweile 120 Akkuwechsel- und Ladestellen.

 

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