Xanthiphist Aus deinem Problem ergeben sich für mich zwei…

Xanthiphist Aus deinem Problem ergeben sich für mich zwei Fragen. 1. Was entspricht eher dem menschlichen Naturell? Polygamie oder Monogamie? 2. Was ist besser für dich persöhnlich? zu 1.: Grundsätzlich ist Monogamie evolutionstechnisch eine bescheuerte Idee und das für Männer ganz besonders. Die biologische „Aufgabe“ einer Frau ist es möglichst viele Kinder von möglichst guten Vätern zu gebären und aufzuziehen. Das geht theoretisch auch in der Monogamie, die Polygamie ist da aber deutlich angebrachter, da die auswahl der Männer nach bestmöglichem Erbgut so einfacher ist. Die „Aufgabe“ für Männer ist es ihr Erbgut möglichst weit in der Weltgeschichte zu verteilen und da ist die Monogamie ja wohl denkbar ungeeignet. Die Monogamie ist in unserer christlichen Gesellschaft die bevorzugte Form (in der islamischen z.B. die Polygamie). Ursprünglich sollte sie sogar mal auf eine einzige Partnerschaft pro Leben begränzt sein, was jedoch inzwischen in unserer Gesellschaft schon stark aufgelöst wurde, zu einer „seriellen Monogamie“, also einer Monogamie auf Zeit. Dieser religiös bedingte Zwang zur Monogamie ist wohl für den Menschan eher ungünstig und so ist Polygamie, auch mit Polyamorie bezeichnet, ein kommendes Konzept, dem von Soziologen eine große Rolle in unsere gesellschaftlichen Zukunft zugesprochen wird. Nicht zuletzt, da monogame Beziehungen mit unserer steigenden Lebenserwartung immer anstrengender werden. Mit diesen Faktoren habe ich mich auch schon auseinander gesetzt, sie spielen aber für mich im Prinzip keine Rolle. Und ich bin auch nicht der Meinung, dass der Mann einfach nur möglichst viele Nachkommen haben möchte, sondern, dass er auch die Sicherheit haben möchte, dass diese „gut“ aufwachsen und er dabei auch eine Rolle spielen möchte. Immerhin kann er sie dadurch ja auch beeinflussen und gibt ihnen ein Teil von sich selbst mit. Mir geht es eher darum, in meiner Freiheit eingeschränkt zu sein. Lange habe ich behauptet auch in einer monogamen Beziehung „frei“ sein zu können, weil ich ja total glücklich mit demjenigen bin usw. Aber letztendlich muss ich mir eingestehen, dass das nicht stimmt. In der Anfangszeit, in der Verliebtheits-Phase fühlt man sich vielleicht frei, aber momentan fühle ich mich überhaupt nicht frei. Ich habe Bedürfnisse, die ich nicht befriedigen kann bzw. „darf“. Und damit bin ich für mich in meiner Freiheit eingeschränkt. Ich glaube auch gar nicht, dass das daran liegt, mein Erbgut möglichst günstig verteilen zu wollen. Ich denke eher, das ein Partner auf Dauer einfach langweilig wird, weil man sich zu gut kennt. Es ist nicht mehr spannend, nicht mehr aufregend und das Gefühl des verliebt seins ist schon etwas ganz Besonderes. Nicht umsonst kann der Körper diesen Zustand auf Dauer nicht aushalten. Nach einer gewissen Zeit ist man aber einfach nicht mehr verliebt in diesen Menschen. Aber ich möchte deshalb nicht darauf verzichten müssen, mich nochmal zu verlieben. Xanthiphist zu 2.: Auch wenn man meint, dass die Polygamie vom Menschen vorgezogen werden würde, heißt das noch nicht unbedingt, dass sie auch als Konzept für einen selbst taugt. Würdest du in einer polygamen Beziehung eifersüchtig sein? Das wäre dann wohl ein „No-go“. Auch wenn du es nicht werden solltest, so würden das aufgrund ihere Sozialisierung doch wohl viele werden, weshalb du wohl kaum jemanden, der sich nicht onehin eine polygame Beziehung vorstellen kann, zu einer solchen überreden wirst. Zuletzt mein persöhnlicher Rat (, bedingt durch miene eigene Inetrpretation deines Problems): Du sagst, dass du an deinem Problem verzweifelst. Du hast dich also eigendlich schon entschieden. Du willst die Polygamie. Gegen diesen inneren Wunsch stehen jedoch Zwänge, die du dir auferlegst, und die eben dein Problem zu einem Dilemma machen. Die Gewonheit, deine Erziehung, die Gesellschaft und deine Angst davor, wie wohl andere auf eine Entscheidung zur Polygamie reagieren werden, hemmen dich. Lass diese Zwänge fallen, gib deine Ängste auf. Das ist natürlich ein harter Schritt, der so einfach nicht zu bewältigen ist. Ich denke daher, dass du zuerst in dich hinein horchen solltest und ganz systematisch alles formulierst (für dich persöhnlich), was dich davon abhält in eine polygame Beziehung zu gehen. Überlege dann, wodurch diese Hemmfaktoren bedingt sind, und entscheide, ob das Bedingende zu deinem Wohl ist oder nicht. Ein Hemmfaktor ist z.B. die Angst davor, wie andere reagieren werden. Diese Hemmung ist aber nicht auf dein Wohl ausgerichtet, da die Reaktionen, vor denen du Angst hast, ja negativ zu dir gerichtet sind. Auf solche negativen Hemmfaktoren solltest du nicht achten und wenn nur noch die positiven übrig sind wäge nur noch mit diesen ab um deine Entscheidung zu treffen. Mit dem Thema Eifersucht habe ich mich etwas beschäftigt, da ich eine zeitlang schon ein wenig eifersüchtig war, was mich aber selbst extrem genervt hat. Mittlerweile konnte ich meine Eifersucht ziemlich gut loswerden. Mein Ziel ist es ohnehin, mich von Eifersucht ganz allgemein so gut zu befreien, wie es mir möglich ist, unabhängig davon, welche Art von Beziehung ich führe. Ich möchte einfach nicht bereuen, etwas nicht ausprobiert zu haben, was mich evtl. glücklicher machen könnte. Ich danke euch schon mal für eure Antworten und freue mich über Gedanken zu dem Thema!

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